Online-Glcksspiele werden in die Regelungen zur Bekmpfung von Geldwsche und Terrorismusfinanzierung einbezogen. Der Finanzausschuss stimmte am 07. November 2012 mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Ergnzung des Geldwschegesetzes (17/10745) nach Einfgung einiger nderungen zu. Die Oppositionsfraktionen SPD, Die Linke und Bndnis 90/Die Grnen enthielten sich. Ein Antrag der SPD-Fraktion wurde von den Koalitionsfraktionen abgelehnt.
Nach dem Beschluss sind fr Branchen, bei denen ein erhhtes Risiko besteht, dass sie fr Geldwsche missbraucht werden, besondere Sorgfaltspflichten vorgesehen. So mssen Anbieter von Glcksspielen im Internet einen Geldwschebeauftragten bestellen. Zahlungsflsse von und auf Spielkonten sollen durch ein EDV-gesttztes Monitoring-System geprft werden, so dass "anhand bestimmter Kriterien und Indizien sowie bei der systemischen Feststellung eines als auffllig eingestuften Verhaltens dem Verpflichteten und dessen Geldwschebeauftragten eine sofortige Reaktion ermglicht" wird. Manuelle Recherchemanahmen wrden nicht ausreichen. Fr die Zulassung zum Online-Spielbetrieb gengt nicht allein die Registrierung bei einem Zahlungsdienstleister, sondern die Spieler mssen ein auf ihren Namen lautendes Konto beim Spielveranstalter einrichten. Per nderungsantrag wurden online-spezifische Vorgaben zur Identifizierung und Verifizierung des Spielers eingefgt.
Die Unionsfraktion uerte sich erfreut, dass die Bundesregierung so schnell ttig geworden sei. Der Markt fr Online-Glcksspiele wachse sehr schnell. Die von der Opposition vorgeschlagene Aufnahme von Spielhallen in den Gesetzentwurf wrde verfassungsrechtliche Probleme mit sich bringen, da die Beaufsichtigung von Spielhallen Sache der Bundeslnder sei.
Fr die SPD-Fraktion handelt es sich beim Online-Glcksspiel nicht um eine Dienstleistung, sondern um eine "eher problematische Auswucherung des Internets". Es sei "hchste Eisenbahn" fr eine Regulierung in diesem Bereich. Der Sprecher der SPD-Fraktion forderte auerdem die Einbeziehung von Spielhallen in die Regelungen gegen Geldwsche. hnlich uerte sich der Sprecher der Fraktion Bndnis 90/Die Grnen.
Die FDP-Fraktion erwiderte, das Internet knne nur begrenzt reguliert werden. Es liege auerdem grundstzlich in der Natur des Menschen, zu spielen. Daher komme es auch zu Online-Glcksspielen. Und da sei es besser, den Spieltrieb in den regulierten Bereich zu leiten statt in den unregulierten.
Die Linksfraktion begrte die Schlieung von Gesetzeslcken, wies aber darauf hin, dass es so gut wie keinen deutschen Markt fr Online-Glcksspiele gebe. Es gebe fast nur illegale Bereiche. Daher erwarte man von der Regulierung nicht viel. Sie kritisierte zudem, dass die Beaufsichtigung von Spielhallen nicht durch das Gesetz gedeckt werde. Der Sprecher zog das Fazit, dass das Geldwschegesetz 20 Jahre nach seinem Inkrafttreten immer noch nicht richtig umgesetzt werde.
Weitere Informationen: Deutscher Bundestag, Dr. Dirk Ehlscheid und Brigitte Pfeiffer: Handbuch Geldwscheprvention. Verschleierungstechniken Normen und Institutionen Lnderrisiken, 2012; in Krze auch als eBook auf INTERNE REVISIONdigital
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